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Der Baader Skysurfer V Leuchtpunktsucher
Zusammen mit einem anderen Testgerät bekam ich Ende 2005 diese Edel-Version eines Leuchtpunktsuchers in die Hände. Der Skysurfer gefiel mir auf anhieb gut, und so entschloss ich mich spontan, diesem Zubehörteil einen eigenen Artikel zu widmen.
Der weitere Aufbau des Skysurfer V ist durchaus vielseitig. Seine Länge ergibt sich aus zwei je 35mm langen Taukappen, die man einfach abschrauben kann, wenn kein Tau zu befürchten ist. So wird der Sucher auf etwa 11cm Länge verkürzt. Die Schutzkappen sind recht pfiffig. Sie haben nämlich durchsichtige Kunststoffscheiben eingesetzt, so dass man sie nichtmal herunternehmen muss, solange sie nicht beschlagen sind. Hat man in einer Nacht mal sehr mit Tau zu kämpfen, so kann man einfach diese Kunststoffdeckel aufgesetzt lassen und diese bei Bedarf abwischen. Kommen dabei mit der Zeit Kratzer in den Kunststoff, so sollte der sich so leicht wieder blankpolieren lassen, wie das auch mit dem Handy-Display und entsprechender Polierpaste geht. Ein weiterer Trick sind die Elastikbänder, mit denen die beiden Deckel verbunden sind und auf dem Sucher gehalten werden. Nimmt man die Deckel ab, kann man sie einfach an diesen Bändern um die Sucherbasis baumeln lassen.
Der Leuchtpunkt wird mit einer 3V Lithium-Knopfzelle versorgt. Der große Drehknopf, der die Knopfzelle beherbergt, ist gleichzeitig der Einschalter und regelt die Helligkeit über 11 gerastete Stufen. Die Stufe 1 ist dabei für den Deepsky-Einsatz dunkel genug, und auf Stufe 11 kann man den Leuchtpunkt auch am Tage sehen. Die LED leuchtet auf Stufe 1 dann so schwach, dass man sich um die Knopfzelle kaum sorgen zu machen braucht, selbst wenn der Sucher die ganze Nacht hindurch eingeschaltet bleibt. Der Leuchtpunkt ist angenehm klein. Interessant sind die beiden großen Linsen im Skysurfer V. Sie sind vergütet, die hintere mit einer grünen Breitband-Multivergütung, die vordere mit einer Blauvergütung. Man bemerkt praktisch keinen Größenklassenverlust beim Durchsehen, und der große Durchmesser der Linsen erlaubt es sogar, einäugig durch den Sucher zu schauen, denn man sieht ein mindestens doppelt so großes Gesichtsfeld wie im 7x50 Sucher. Dadurch kann man es sich auch erlauben, aus großem Abstand durch den Sucher zu schauen, wenn der Teleskoptubus z.B. beim Newton einmal ungünstig gedreht ist.
Nachdem so viel positives zu berichten ist, so hat mich ein Detail des Skysurfer V sehr geärgert. Es geht um die Sucherjustage. Was ich zuerst für angenehm große Justierknöpfe hielt, entpuppte sich nachts dann als zwei Abdeckkappen, unter denen die eigentlichen Justierschrauben zu finden sind. Die Abdeckkappen haben sogar ein Dichtungsgummi, was an der wasserdichten Bauweise des Skysurfer V liegt. Darunter kommt je eine Schlitzschraube zum Vorschein, deren Schlitz immerhin weit genug für ein Cent-Stück ist. Allein dieses Cent-Stück hatte ich nicht dabei, und so versuchte ich, mit dem Schraubendreher diese Schrauben einzustellen. Es war schon eine sehr verkrampfte Haltung, durch den Sucher zu schauen und gleichzeitig halb überkopf den Schraubendreher in der Schraube zu halten. Durch den breiten Schlitz rutschte ich immer wieder ab, und lief Gefahr, Kratzer in die Eloxierung des Testgerätes zu machen. Natürlich schob auch zu starkes Andrücken des Schraubendrehers das Teleskop über die Rutschkupplung der Montierung in eine andere Richtung. Mit feinem Klicken drehte sich dann die Schraube, die mit einer feinen Raste versehen ist. Der Leuchtpunkt ließ sich so justieren, aber der ganze Vorgang hätte doch mit zwei normalen Drehknöpfen viel leichter vonstatten gehen können. Wenn wenigstens eine Kreuzschraube verwendet worden wäre, dann hätte der Schraubendreher nicht so leicht abrutschen können. Natürlich funktioniert damit wieder nicht das Cent-Stück. Nun ja, fragt sich also, wie man das werten soll. Wer den Skysurfer die meiste Zeit auf demselben Teleskop einsetzt, der wird die Prozedur nur einmal machen müssen, und mit dem Cent-Stück hoffentlich besser zurechtkommen, als ich mit dem Schraubendreher. Wer den Skysurfer V aber auf zwei verschiedenen Geräten einsetzen will, und daher bei jedem Wechsel umjustiert, der könnte sich beizeiten doch ärgern.
Wie oben schon erwähnt, ist der Skysurfer V Wasserdicht. Nun habe ich das Gerät nicht in der Badewanne probiert und auch Zweifel, ob man das tun kann, aber triefende Taunässe wird dem Gerät wohl nichts ausmachen.Im Internet ist der Skysurfer übrigens in einer Version mit silbernem Gehäuse abgebildet. Die schwarz eloxierte Version gefällt mir persönlich aber viel besser. Bei der Beobachtung war der Skysurfer V dann prima zu verwenden. Der Leuchtpunkt war auf Stufe 1 gut zu erkennen, aber nicht störend hell. Nur bei sehr schrägem Einblick, wenn der Leuchtpunkt schon fast am Rand der Taukappe zu liegen schien, begann der Punkt etwas zu wandern - völlig unkritisch. Im Prinzip kann man hier nicht mehr und nicht weniger berichten, als daß man mit dem Skysurfer V problemlos jeden Punkt am Himmel ansteuern kann. Fazit:
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